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21. Oktober 2012!


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Unsere OLIVE

Seit 23.04.2012 im Katharina von Bora - Haus


Theologie für die Gemeinde

unter der Leitung von
Herrn Prof. Harz 
findet am 21.05.2012 
um 20.00 Uhr im 
Katharina von Bora-Haus statt.

Thema: "Dietrich Bonhoeffer (2.Teil)"  


Offenes Tanzen 

Tanzen mit Christa 
für Jung und Alt

29.06.2012


Nächster Kindergottesdienst 

während des Hauptgottesdienstes

10. 06. 2012


Berg
am Starnberger See
 

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Evangelisch-Lutherische Kirchengemeinde Berg am Starnberger See

Aktuelles

Predigttext Pfarrer Dr. Pfister

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Liebe Gemeinde!


Dass die Adventszeit ein „lieber Advent“ ist, haben wir schon im ersten Lied dieses Gottesdienstes gesungen.
Nicht so recht dazu passen wollen die ernsten, ja schrillen Töne, die von der Person herkommen, die den dritten Adventssonntag mit seinen Geschichten und Gedanken prägt, Johannes der Täufer, für die christlichen Kirchen die adventliche Gestalt schlechthin und besonders die Leitfigur des dritten Advents. Ich hoffe, es wird in diesem Gottesdienst trotzdem deutlich, dass das kein Gegensatz ist, sondern dass zum Advent, gerade wenn wir ihn als „lieben Advent“ nicht missen wollen, Johannes der Täufer als Leitfigur unbedingt dazu gehört.
Hören wir den Predigttext für den dritten Adventssonntag in diesem Jahr:

L e s u n g Lukas 3,1-14

1In dem fünfzehnten Jahr des Kaisertums Kaisers Tiberius, da Pontius Pilatus Landpfleger in Judäa war und Herodes ein Vierfürst in Galiläa und sein Bruder Philippus ein Vierfürst in Ituräa und in der Gegend Trachonitis und Lysanias ein Vierfürst zu Abilene, 2da Hannas und Kaiphas Hohepriester waren: da geschah der Befehl Gottes zu Johannes, des Zacharias Sohn, in der Wüste. 3Und er kam in alle Gegend um den Jordan und predigte die Taufe der Buße zur Vergebung Sünden, 4wie geschrieben steht in dem Buch der Reden Jesaja's, des Propheten, der da sagt: "Es ist eine Stimme eines Predigers in der Wüste: Bereitet den Weg des HERRN und macht seine Steige richtig! 5Alle Täler sollen voll werden, und alle Berge und Hügel erniedrigt werden; und was krumm ist, soll richtig werden, und was uneben ist, soll schlichter Weg werden. 6Und alles Fleisch wird den Heiland Gottes sehen." 7Da sprach er zu dem Volk, das hinausging, daß sich von ihm Taufen ließe: Ihr Otterngezüchte, wer hat denn euch gewiesen, daß ihr dem zukünftigen Zorn entrinnen werdet?

8Sehet zu, tut rechtschaffene Früchte der Buße und nehmt euch nicht vor, zu sagen: Wir haben Abraham zum Vater. Denn ich sage euch: Gott kann dem Abraham aus diesen Steinen Kinder erwecken. 9Es ist schon die Axt den Bäumen an die Wurzel gelegt; welcher Baum nicht gute Frucht bringt, wird abgehauen und in das Feuer geworfen. 10Und das Volk fragte ihn und sprach: Was sollen wir denn tun? 11Er antwortete aber und sprach zu ihnen: Wer zwei Röcke hat, der gebe dem, der keinen hat; und wer Speise hat, der tue auch also. 12Es kamen auch die Zöllner, daß sie sich taufen ließen, und sprachen zu ihm: Meister, was sollen denn wir tun? 13Er sprach zu ihnen: Fordert nicht mehr, denn gesetzt ist. 14Da fragten ihn auch die Kriegsleute und sprachen: Was sollen denn wir tun? Und er sprach zu ihnen: Tut niemand Gewalt noch Unrecht und laßt euch genügen an eurem Solde.

Das ist schon eine faszinierende Gestalt, dieser Johannes der Täufer. Ein irrer Typ, wie er da so in der Wüste lebt, ganz alternativ: Er isst nur, was er dort in der Wüste findet: Heuschrecken und den Honig von wilden Bienen, und auch was er anhat, ist reines Naturprodukt: ein Gewand aus Kamelhaaren, vielleicht auch nur ein Kamelfell, von einem Gürtel zusammengehalten.
Alternatives Leben, allerdings nicht nur äußerlich, sondern ganz von innen heraus und vom Grund auf, fordert er auch von seinen Zuhörern, von denen, die in Scharen zu ihm in die unwirtliche Wüste am Jordanfluss kommen, um sich taufen zu lassen, obwohl sie von ihm dort alles andere als Schmeicheleien hören („Ihr Schlangenbrut“: Stellen Sie sich einmal vor, ein Pfarrer würde seine Gemeinde so anreden!). Alternatives Leben fordert er! Nicht nur: lebt gesünder und umweltbewusster, sondern ändert euer ganzes Leben von Grund auf. Kehrt um, denn die ganze Richtung ist falsch. Wenn ihr so weitermacht, führt das ins Verderben. Wenn ihr euch von Gott abwendet, dann wendet er sich auch von euch ab, dann kommt sein Gericht über euch.


Ich kenne viele ernsthafte Menschen, die auf solche Gedanken durchaus ansprechbar sind, die etwa darin, dass heute für die Bäume weltweit, etwa in den für das Klima wichtigen tropischen Regenwäldern, nicht nur im übertragenen Sinn die Axt bereitliegt, ein deutliches Zeichen für die Verkehrtheit unseres ganzen Lebens sehen, manche auch in den Massenvernichtungswaffen, die ausreichen um die Menschheit nicht nur einmal auszurotten, ein Vorzeichen des göttlichen Gerichts.
Nur: Das alles sind nach unserer allgemeinen Auffassung nicht gerade adventliche Gedanken. Sie passen nicht zum lieben Advent, nicht zu der Stimmung „freue dich, Christkind kommt bald“ (oder nicht ganz so kindlich, wie wir vorhin gesungen haben: „freut euch ihr Christen, freuet euch sehr, schon ist nahe der Herr“), passt nicht zu der Stimmung der Vorfreude, die doch diese Zeit in so vielfältiger Weise kennzeichnet und schön macht.


Die wenigsten von uns wissen, dass die Adventszeit ursprünglich einen ganz anderen Charakter hatte. Das Violett des Altar- und Kanzelbehangs weist darauf hin: Zeit der ernsten Besinnung, der Umkehr, der Buße, genau wie in der Passionszeit, die auch violett hat. „Mit Ernst, o Menschenkinder, das Herz in euch bestellt“ ist das Wochenlied dieses dritten Advents, das wir nach der Predigt singen werden. In der katholischen Kirche ist das noch deutlicher. Da schweigt in der Adventszeit genau wie in der Passionszeit / Fastenzeit die Orgel und auf jegliche Ausschmückung der Kirche wird verzichtet. In einer sonst üppig geschmückten Kirche wie in Aufkirchen fällt das schon auf!


In der evangelischen Kirche ist uns diese ernste Seite des Advents weitgehend abhanden gekommen, ja wird sogar als Störung der Adventsstimmung empfunden. Dabei könnte uns gerade die Adventszeit deutlich machen, dass auch so ein Aufruf zur Umkehr wie bei Johannes dem Täufer nicht Drohbotschaft, sondern Frohbotschaft ist. Es geht nicht um eine Umkehr aus Angst vor Strafe und Gericht, sondern um eine „Umkehr zum Leben“ wie einmal die Losung eines evangelischen Kirchentags lautete. Umkehr zu dem Leben, das mit Weihnachten, mit dem Kind in der Krippe gekommen ist. Auf dieses Fest, dass Gott als Mensch zu uns in unsere Welt kommt, dürfen wir uns im Advent einstellen. Und die Vorfreude auf ein Fest beglückt und macht Mut, während die Aussicht auf eine Gerichtsverhandlung wohl eher bedenklich stimmt. Zum Fest bricht man gerne auf, zur Gerichtsverhandlung nicht.
Das ist der entscheidende Unterschied, dass von Gott her an Weihnachten ein neuer Anfang gemacht wird. Gott hat gehandelt, darum können auch wir uns ändern, weil sich unsere Lage geändert hat. Es kommt allerdings auch darauf an, dass wir diesen Schritt tun, dass wir aufbrechen, wie der (zu Unrecht so genannte) „verlorene Sohn“ in dem bekannten Gleichnis Jesu, der eben nicht nur sagt „Ich weiß, das ich irgendwo einen Vater habe“, sondern der sagt: „Ich will mich aufmachen und zu meinem Vater gehen. Es war falsch, dass ich im davongelaufen bin. Ich will wieder nach Hause und verlange gar nicht, dass es wieder so wird wie zuvor.“ Der Sohn in dem Gleichnis erlebt, wie sein Vater ihm entgegenkommt und es nicht nur so wird wie zuvor, sondern ein großes Freudenfest.


Genau das ist auch im Kern die Botschaft des Advent: Gott kommt zu uns. Er hat sich schon auf den Weg gemacht, er kommt in unsere zerstrittene, friedlose Welt als ein Kind. Weil sich unsere Lage so geändert hat, darum können auch wir selbst uns ändern. Und eine Gestalt wie Johannes der Täufer macht uns unüberhörbar darauf aufmerksam, wie nötig wir das haben. Seine Worte klingen wie Keulenschläge und sind doch bei näherem Hinsehen so nüchtern und lebensnah. Wer aus einem wach gewordenen, aufgerüttelten Gewissen heraus fragt „Was soll ich denn tun?“, erhält eine klare Antwort: Wie du zu Gott stehst, das zeigt sich daran, wie du zu deinen Mitmenschen stehst. Ganz konkret: Ob du bereit bist zu teilen. Es finden zur Zeit viele schicke Spendenaktionen und Wohltätigkeitsveranstaltungen statt bis hin zu glanzvollen Galas und rauschenden Ballnächten zugunsten unheilbar Kranker (was Johannes der Täufer dazu gesagt hätte, kann man sich unschwer vorstellen). Aber es gibt, Gott sei Dank, auch Menschen, die ohne sich öffentlich in Szene zu setzen und ohne eine Show daraus zu machen mit ihren Spenden nachhaltig helfen. Johannes sagt. „Wer zwei Hemden hat, der gebe dem, de keines hat, und wer zu essen hat, tue ebenso“. Die Menschheit ist sich heute so nahe gerückt, dass da nicht nur für den Bedürftigen vor der Haustür gilt, sondern weltweit. So wie die Armut und der Hunger in Afrika und großen Teilen von Asien und Lateinamerika mit unserem vergleichsweise immer noch großen Reichtum zusammen hängt, so sind wir auch durch ein solches Wort mit den fernen Nächsten in aller Welt verbunden. Ich möchte deshalb eindringlich auf „Brot für die Welt“ hinweisen (in diesem Jahr in der 52. Aktion). Nicht nur, dass wir nicht müde werden selbst dafür zu geben, sondern vor allem, dass wir für diese (auch wenn sie nur ein Tropfen auf den heißen Stein sein kann) dringend notwendige und zeichenhafte Aktion unserer Kirche einstehen und sie gegen ungerechtfertigte Vorwürfe verteidigen, die oft genug nur Vorurteile sind, um den Gedanken ans Teilen nicht an sich herankommen zu lassen.


Wie gesagt, Johannes der Täufer ist nüchtern und wirklichkeitsnah. Selbst von den Menschen in problembelasteten Berufsgruppen verlangt er keinen Ausstieg, nur den Verzicht auf Gewalt und Unrecht. (Manchen modernen Kritikern, die auch den Kampf gegen die Strukturen von Gewalt und Unrecht für nötig halten, geht er da nicht weit genug.)
Auf jeden Fall weist er uns mit großem Ernst an einander. Und dieser Ernst, die Selbstverständlichkeit der Nächstenliebe, gehört zum lieben Advent, zur Vorfreude auf das Kommen Gottes in dem Kind in der Krippe, unverzichtbar dazu
Advent heißt: Gott kommt. Wir müssen das Kommen Gottes nicht mit unserem Handeln herbeiführen. Wir müssen es auch nicht herbei singen, aber wir dürfen davon singen, am besten mit Liedern, die zugleich ein Gebet für mich selbst enthalten:
Ach mache du mich Armen zu dieser heil’gen Zeit
Aus Güte und Erbarmen, Herr Jesu, selbst bereit.
Zieh in mein Herz hinein vom Stall und von der Krippen,
so werden Herz und Lippen dir allzeit dankbar sein.

Amen
 

 

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Samstag, 19. Mai

 

Ökumenischer Krankenhausgottesdienst
MS-Klinik Kempfenhausen 18:30 - 19:30



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am 26.04.2012 gehalten von Pfarrerin Bettina Mokg

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