Newsletter
Kirchenvorstandswahlen

Kirchenvorstands- wahlen
Noch 154 Tage bis zum Wahltag am
21. Oktober 2012!


Informationen

Unsere OLIVE

Seit 23.04.2012 im Katharina von Bora - Haus


Theologie für die Gemeinde

unter der Leitung von
Herrn Prof. Harz 
findet am 21.05.2012 
um 20.00 Uhr im 
Katharina von Bora-Haus statt.

Thema: "Dietrich Bonhoeffer (2.Teil)"  


Offenes Tanzen 

Tanzen mit Christa 
für Jung und Alt

29.06.2012


Nächster Kindergottesdienst 

während des Hauptgottesdienstes

10. 06. 2012


Berg
am Starnberger See
 

Besucherstatistik
Besucher gesamt: 38.575
Besucher heute: 17
Besucher gestern: 72
Max. Besucher pro Tag: 350
gerade online: 1
max. online: 16
Seitenaufrufe gesamt: 1.230.797
Seitenaufrufe diese Seite: 394
Counterstart: 11.03.2010
Statistiken  Statistiken

Online-Aktivitäten in den letzte 30 min
  • Niemand
Evangelisch-Lutherische Kirchengemeinde Berg am Starnberger See

Aktuelles

Predigttext Pfarrer Johannes Habdank

Aktuelles >>

                 So nimm denn meine Hände
                 und führe mich bis an mein selig Ende und ewiglich.
                 Ich mag allein nicht gehen, nicht einen Schritt:
                 wo du wirst gehn und stehen, da nimm mich mit.

                 In dein Erbarmen hülle mein schwaches Herz
                 und mach es gänzlich stille in Freud und Schmerz.
                 Lass ruhn zu deinen Füßen dein armes Kind:
                 es will die Augen schließen und glauben blind.

                 Wenn ich auch gleich nichts fühle von deiner Macht,
                 du führst mich doch zum Ziele auch durch die Nacht:
                 so nimm denn meine Hände
                 und führe mich bis an mein selig Ende und ewiglich!

                     Text: Julie Hausmann 1862 , Melodie: Friedrich Silcher 1842

 

Liebe Gemeinde,

das Lied, das wir soeben gesungen haben – es stammt aus dem Jahre 1862 – erklingt heute als Lied oder als Melodie immer noch bei recht vielen Beerdigungen.

„So nimm denn meine Hände“ – das war noch vor zwei Generationen ein Lied, das üblicher Weise bei kirchlichen Trauungen gesungen wurde! Sicherlich auch bei Hochzeiten von einigen der verstorbenen Menschen, derer wir heute, am Ewigkeitssonntag, gedenken. Nicht ohne Grund! Das Lied passt ja in gewisser Weise auch zur Hochzeit: zum Ringtausch am Altar, der Einsegnung des Brautpaares, einem Gebet und dem Vaterunser, kniend oder stehend wird die Ehe besiegelt: „So nimm denn meine Hände und führe mich bis an mein selig Ende.“ Ich kann schon verstehen, dass das einmal das Lied zur kirchlichen Trauung war. Die Brautleute haben es einfach wechselseitig aufeinander bezogen: Du, mit dir will ich zusammenleben, bis dass der Tod uns scheidet. In diesem Sinne: So nimm denn meine Hände und führe mich bis an mein selig Ende – und ewiglich?
„Und ewiglich“ – das würde eher dem katholischem Verständnis der Ehe entsprechen, wonach die Ehe ein Sakrament ist, anders als bei uns Protestanten seit der Reformation, wo die Ehe kein Sakrament ist, nicht unauflöslich ist für immer und ewig. Dies aber ist katholisch nach wie vor der Fall – die Realität sieht heute anders aus bei uns: jede zweite Ehe ist spätestens nach 10 Jahren aufgelöst. Unauflösliches Sakrament? Wenn ja, dann wohl umso schlimmer für die ganz andere heutige Wirklichkeit?

Im evangelischen Raum findet das Lied heute entweder als gesungenes oder oftmals auch nur als Melodie nach wie vor anlässlich von Trauerfeiern Verwendung. Und diesem heutigen Gebrauch bei uns entspricht ja auch der ursprüngliche Sinn, der Inhalt des Liedes besser.
So nimm denn meine Hände – der Sinn des Menschen, der das sagt und singt, ist nämlich ursprünglich auf Gott gerichtet. Das merkt man, wenn man bewusst wahrnimmt, und nicht nur einfach singt, dass es da heißt: „In dein Erbarmen hülle mein schwaches Herz und mach es gänzlich stille in Freud und Schmerz“ – spätestens da kann eigentlich nur Gott gemeint sein. Vorher weiß man es im Lied noch nicht oder nicht immer so recht: - „Ich mag allein nicht gehen, nicht einen Schritt: wo du wirst gehen und stehen, da nimm mich mit.“ Das kann auf die Zukunft der Eheleute genauso wie auf Gott bezogen sein. Ja, ein eigentümliches Ineinander der zwischenmenschlichen Beziehung und der Gottesbeziehung ist das schon bei diesem berühmt gewordenen, sehr emotional gründenden Lied!

Kein Wunder, liebe Gemeinde, wenn wir uns die Entstehungsgeschichte dieses Liedes einmal näher ansehen! Seine Autorin hat im vorletzten Jahrhundert gelebt, von 1826 bis 1901. Ihr Todestag hat sich dieses Jahr zum 110. Mal gejährt: Julie von Hausmann.  Sie „wuchs in einer gut situierten Familie auf. Sehr jung noch lernt sie ihren späteren Ehemann kennen und verliebt sich in ihn. Der junge Mann ist Pfarrer. Seine Berufung sieht er darin, Menschen, die noch nie von Jesus Christus gehört haben, das Evangelium zu verkünden. Er will unbedingt als Missionar nach Afrika gehen. Seine Papiere sind schon fertig, der Abreisetermin steht fest, als er Julie von Hausmann kennen lernt. Die beiden verloben sich noch – wohl Liebe auf den ersten Blick – dann fährt er in seine Mission nach Afrika. Einige Zeit später hat auch Julie die nötigen Gelder und Visa und Aufenthaltsbescheinigungen zusammen, um ihrem Verlobten zu folgen. Damals, vor über 140 Jahren, ist das mehr als nur eine lange Schifffahrt, die vor ihr liegt. Es ist schon ungewöhnlich, dass sie alleine fährt, ohne Begleitung. Doch ist sie nicht die einzige Frau damals, die sich auf einen solchen Weg macht. Für Julies Umwelt und auch für sie selber muss es eine Fahrt ins Ungewisse gewesen sein. Da ist nur ein fester Zielpunkt für sie: ihr Verlobter, der sie in Afrika erwartet. Nach mehrwöchiger Reise, nach vielen Strapazen läuft das Schiff im Zielhafen ein - doch der Verlobte steht nicht wie erwartet am Kai. Julie von Hausmann fragt sich durch, nimmt Träger und Führer in Dienst, die sie zur Mission bringen sollen. Kein leichtes Unterfangen. Und dann endlich ist sie da, die Mission ist erreicht. Sie fragt nach ihrem Verlobten und - erntet nur trauriges Kopfschütteln. Endlich nimmt sich jemand ihrer an, führt sie etwas abseits - zum Friedhof der Mission. Dort hatte man den Verlobten beerdigt. Er war an einer Seuche gestorben - drei Tage vor ihrer Ankunft. Noch am gleichen Abend - so wird erzählt- setzt sich Julie von Hausmann hin“ (Zitat: Rainer Hauke) und fängt darüber zu dichten an, was ihre Stärke war und wofür sie bis heute bekannt ist, wohl um sich einen zwischenmenschlichen, überhaupt menschlichen, religiös grundierten und fundierten Reim darauf zu machen. Das Lied, das wir gesungen haben.

Für Julie von Hausmann war ihr eigenes Lied wohl eine gute Therapie: das Schlimme, das sie erlebt hatte, zu verwinden, und guter geistlicher Trost, den sie damit erlebt hat.
So nimm denn meine Hände – nimm mich mit? Er, ihr Verlobter, kann sie nicht mehr mitnehmen. Sie muss allein nun gehen, jeden Schritt – mit gekränktem, schwachem Herzen. Julie von Hausmann hat nun nicht den Weg gewählt, den das Lied ja auch nahe legen könnte, von sich aus ihrem Angebeteten in den Tod und in die Ewigkeit zu folgen. Vielleicht wäre das für sie auf Dauer gesehen weniger schmerzlich gewesen. Wir wissen es nicht. Aber viele ihrer Lieder und Gedichte, die uns hinterlassen sind, sind von diesem ihren großen Verlustthema geprägt. Sie hat es religiös-dichterisch bewältigt, ohne Beschönigung und doch mit großem Gottvertrauen:
„Wenn ich auch gleich nichts fühle von deiner Macht, du führst mich doch zum Ziele auch durch die Nacht.“ –

Durch meine Nacht, da alles dunkel geworden ist. Du, Gott, bist die Macht, die ich nicht fühle - die mich gleichwohl umfängt – mit Bonhoeffers Vers gesprochen, die mich treu und still umgibt: Von guten Mächten wunderbar geborgen, erwarte ich getrost, was kommen mag. Gott ist mit uns am Abend und am Morgen, und ganz gewiss an jedem neuen Tag.

Dass wollen auch wir glauben, Herr, hilf unserem schwachen Glauben. Amen.
Und der Herr sei mit unserem Geiste. Amen.
 

 

Zurück

License Key Error.
[Running in limited mode] [Help]

Mai 2012
S M D M D F S
29 30 1 2 3 4 5
6 7 8 9 10 11 12
13 14 15 16 17 18 19
20 21 22 23 24 25 26
27 28 29 30 31 1 2
3 4 5 6 7 8 9

Easy PHP Calendar
License Key Error.
[Running in limited mode] [Help]

Samstag, 19. Mai

 

Ökumenischer Krankenhausgottesdienst
MS-Klinik Kempfenhausen 18:30 - 19:30



Aktuelle Nachrichten

1. Nachrichten von unseren Israelreisenden

vom 15.05.2012

weiter lesen


Konfirmierten Frühstück

am 14.05.2012 im Katharina von Bora - Haus

weiter lesen


Konfirmation 2012

am 13.05.2012 in Aufkirchen

weiter lesen


Beichtgottesdienst der Konfiermanden

am 12.05.2012 in Farchach

weiter lesen


Kunstwerk des Monats Mai

mit Roman Wörndl am 9.05.2012 im Katharina von Bora Haus

weiter lesen


Lust auf Kirche mit Konfirmandenvorstellung

am 06.05.2012 in Aufkirchen

weiter lesen


Kunstwerk des Monats Mai -Aufstellung des Werkes-

am 5.05.2012 vor dem Katharina von Bora - Haus

weiter lesen


Rede beim KZ-Gedenkzug

am 28.04.2012, 13 Uhr, in Petersbrunn

weiter lesen


KZ-Gedenkzug "Todesmarsch"

am 28.04.2012

weiter lesen


Lebenslauf-Predigt zu Bestattung von Ursula Hoyer

am 26.04.2012 gehalten von Pfarrerin Bettina Mokg

weiter lesen