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Gemeindeausflug
nach Magnetsried
am Samstag, 25.9.2010
Abfahrt: 10 Uhr vom KVB-Haus in privaten Fahrgemeinschaften (jeder mit einem größeren Auto ist willkommen!) zur Hardt-Kapelle zwischen Seeshaupt und Weilheim.
Von dort machen wir eine bequeme, knapp einstündige Wanderung nach Magnetsried zum "Zweilindenhof".
Hier gibt es ein gemeinsames Mittagsessen - bei schönem Wetter in Hof und Wiese.
Wer's mag, kann den Bauernhof mit vielen Tieren besichtigen. Am Nachmittag geht die Wanderung zurück zur Hardt-Kapelle. Anschließend Heimfahrt.
Anmeldungen müssen (wg. des Essens!) unbedingt bis zum Dienstag, dem 21.9.2010, bei Frau Jung per Tel. oder Mail eingehen.
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Ehrenamtliche Spaziergänger oder Radler gesucht!
Für den Gemeindebereich Sibichhausen und Bachhausen suchen wir freundliche Menschen, die viermal im Jahr den Gemeindebrief an etwa 40 Haushalte austragen. Wenn Sie sich damit ehrenamtlich für Ihre Kirchengemeinde engagieren möchten, melden Sie sich bitte im Pfarrbüro bei Frau Jung, Tel. 08151 / 973176, oder gerne auch persönlich. Vielen Dank!
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Theologische Informationen
Wer schrieb die fünf Bücher Mose?
Am Anfang der Bibel stehen die fünf Bücher Mose. Im letzten Kapitel dieser Bücher wird vom Tod des Mose erzählt. Das schliesst aus, dass dieses Kapitel von Mose selbst geschrieben worden ist. Ein anderer muss das getan haben.
Bei genauerem Lesen stösst man auf weitere Stellen, die voraussetzen, dass Mose selbst nicht der Verfasser der Bücher ist, die seinen Namen tragen. Zum Beispiel, wenn es 1. Mose 12,6 oder 13,7 heisst: „es wohnten aber zu der Zeit die Kanaaniter im Lande". Diese Formulierung verrät bereits eine spätere Situation, bei der die Kanaaniter nicht mehr im Lande wohnen. Dem entspricht 1. Mose 40,15, wo vom „Lande der Hebräer" die Rede ist, obwohl die Stämme Israels erst nach Mose das Land in ihren Besitz genommen haben. Ebenso verhält es sich, wenn 1. Mose 36,31 die Könige von Edom genannt werden mit dem ausdrücklichen Hinweis: „bevor Israel Könige hatte". Der oder die Verfasser kennen also die Zeit, als Israel Könige hat (vergleiche 5. Mose 17,14-20). Das trifft aber noch nicht für die Zeit des Mose zu.
Die fünf Bücher Mose sind das Werk unbekannter Verfasser der Zeit nach Mose. Sie beanspruchen selber nicht, in ihrer Ganzheit von Mose geschrieben worden zu sein. Es sind nur wenige Abschnitte, für die Mose all Verfasser genannt wird: 2. Mose 17,14, wonach Gott Mose befiehlt, einen Bericht über den Sieg über Amalek in ein Buch zu schreiben; 2. Mose 24,4 wird gesagt, dass Mose alle Worte des Herrn niedergeschrieben habe, ohne dass diese nun aber unmittelbar zitiert würden; 2. Mose 34, 27 wird Mose von Gott aufgefordert, die zuvor zitierten gottesdienstlichen Anweisungen aufzuschreiben; 4. Mole 33,2 wird berichtet, dass Mose eine Liste von Lagerplätzen angelegt habe, die im Anschluss angeführt wird; 5. Mole 31,9 und 24 teilt mit, dass Mose „die Worte dieses Gesetzes" vollständig in ein Buch geschrieben habe.
Dass Mose für den Verfasser der ersten fünf Bücher der Bibel gehalten wird, deutet sich bereits in jüngeren Teilen des Alten Testamentes an (2. Chronik 25,4; Esra 3,2; 7,6) und wird auch im Neuen Testament bestätigt (Markus 12,26; Johannes 5,46; Römer 10,5). Die Kirche hat dies in ihre Tradition aufgenommen. Zweifel daran gab es aber schon früh, sie verstärkten sich im Mittelalter und setzten sich seit dem 18. Jahrhundert mehr und mehr durch.
Die fünf Bücher Mose lind nicht die einzigen biblischen Schriften, deren Verfasser unbekannt sind. Die Autorität der Bibel hängt an deren Inhalt, nicht an den Personen, die die einzelnen Stücke geschrieben haben. Für viele der biblischen Bücher gilt, dass ihre Verfasser ganz hinter sie zurücktreten und anonym bleiben. Sie respektieren, dass das, was sie mitzuteilen haben, nicht von ihnen selber kommt, sondern von Gott. Darum nennen sie diesen und nicht sich selber.
Die Schöpfungserzählungen der Bibel
Auf den ersten Seiten der Bibel wird gleich zweimal von der Erschaffung der Welt erzählt. Die erste Schöpfungserzählung umfasst 1. Mose 1, 1-2,4a. Ihre Entstehung wird heute allgemein dem 5. Jahrhundert v.Chr. zugewiesen. Es liegen ihr aber sehr viel ältere Überlieferungen zugrunde. Die zweite Erzählung findet sich in 1. Mose 2,4b-25 und gehört zu einem Buch, das wohl im 9. Jahrhundert v. Chr. geschrieben wurde. Auch sie greift auf ältere schriftliche oder mündliche Überlieferung zurück. Beide Erzählungen haben zahlreiche Motive, die sich in Schöpfungserzählungen überall bei den Völkern finden.
Woran lässt sich erkennen, dass am Anfang der Bibel zwei verschiedene Schöpfungserzählungen stehen? Die jüngere Erzählung endet in 1. Mose 2, 4a mit dem Satz: „So sind Himmel und Erde geworden, als sie geschaffen wurden. " Das ist eine typische Formulierung für einen Schlusssatz. Die Fortsetzung des Verses 4 ist aber ein typischer Anfangssatz: „Es war zu der Zeit, da Gott der Herr Erde und Himmel machte."
Die jüngere Erzählung ist klar gegliedert nach den sieben Schöpfungstagen, die ältere hat eine solche Gliederung nicht.
Die jüngere geht davon aus, dass vor der Schöpfung Wasser vorhanden war: das chaotische Urmeer (1. Mose 1,2). Die ältere dagegen geht von der Erde als Wüste aus (1. Mose 2,5). Die Erschaffung des Menschen steht in der jüngeren Erzählung am Schluss der Schöpfungswerke. Dabei werden Mann und Frau gleichzeitig erschaffen (1. Mose 1,26-27). In der älteren Erzählung wird zunächst der Mann erschaffen und nach den Tieren dann die Frau (1. Mose 2,22-23).
Diese Unterschiede lassen sich nur erklären, wenn zwei Erzählungen vorausgesetzt werden, die unabhängig voneinander entstanden sind und auch zwei verschiedene Sichtweisen darstellen. Die beiden Erzählungen zeigen, dass die Bibel nicht auf ein bestimmtes Weltbild festgelegt ist. Sie kann ihre Botschaft durchaus in verschiedenen Weltbildern anschaulich machen.
Die jüngere Schöpfungserzählung in 1. Mose 1-2,4a staunt dankbar darüber, dass der Mensch, wenn er zur Welt kommt, alles vorfindet, was er zum Leben braucht. Sein Lebensraum ist schon da. Er muss sich den nicht erst erarbeiten. Die ältere Schöpfungserzählung 1. Mose 2,4b-25 staunt dankbar darüber, dass dieser gebrechliche, unvollkommene, gefährdete Mensch überhaupt leben kann. Er kann es, weil ihm jede Hilfe gegeben ist. - Gemeinsam ist den beiden Schöpfungserzählungen, dass sie auf das Lob Gottes zielen: „Herr, wie sind deine Werke so gross und viel! Du hast sie alle weise geordnet, und die Erde ist voll deiner Güter" (Psalm 104,24).
Iradj Teymurian
nach Texten von "Die Bibel ist nicht vom Himmel gefallen"
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