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05.07.2020 - Lust auf Kirche! Musikalischer Gottesdienst

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Mitschnitt vom Musikalischen Gottesdienst am 4. Sonntag nach Trinitatis,
5. Juli 2020, 18.30 Uhr im Garten des Katharina von Bora-Haus
mit Lektor Peter Schickel

Lust auf Kirche!
Musikalischer Gottesdienst

am 5. Juli 2020 um 18.30 Uhr im Katharina von Bora-Haus
Musiker: Ferdinand Schickel, Geige
Dr. Bettina Schickel, Klavier
Lektor Peter Schickel in Vertretung von Pfarrer Johannes Habdank
„Der Baum – am Wasser gepflanzt“


Musik: G. F. Händel, Sonate, A-Dur, HWV 361 Op. 1 Nr. 3, Allegro

Gruß und Besinnung
Ich grüße Sie zum heutigen musikalischen Gottesdienst
im Namen des Vaters und des Sohnes
und des heiligen Geistes.
Amen.
Ich vertrete heute kurzfristig Pfarrer Habdank im Gottesdienst.
"Einer trage des andern Last, so werdet ihr das Gesetz Christi erfüllen." | Gal 6,2

So lautet der Wochenspruch für heute.
Besinnung vor Gott
Gott, Urgrund des Lebens und Quelle der Wahrheit, du hast uns gesagt, was gut ist, und doch tun wir immer wieder das Gegenteil. Wir kommen zu dir, weil wir deine Hilfe brauchen. Zeige uns den Weg des Friedens, führe uns auf den Weg, der uns das Gute tun lässt, das du uns gezeigt hast.
Der du mit dem Vater und dem Heiligen Geist
lebst und regierst
in Ewigkeit.
Amen.

Wir singen: Lied: EG503 Geh aus mein Herz (Strophe 1 und 2)

Aus Psalm 1: (Gekürzt)
Wohl dem, der Lust hat am Gesetz des HERRN und sinnt über seinem Gesetz Tag und Nacht!
3 Der ist wie ein Baum, gepflanzt an den Wasserbächen, / der seine Frucht bringt zu seiner Zeit, und seine Blätter verwelken nicht.
Und was er macht, das gerät wohl.

Musik: Adam Carse, Gavotte

Aus dem Buch Richter im Kapitel 9

8 Die Bäume gingen hin, um einen König über sich zu salben, und sprachen zum Ölbaum: Sei unser König! 9 Aber der Ölbaum antwortete ihnen: Soll ich meine Fettigkeit lassen, die Götter und Menschen an mir preisen, und hingehen, über den Bäumen zu schweben? 10 Da sprachen die Bäume zum Feigenbaum: Komm du und sei unser König! 11 Aber der Feigenbaum sprach zu ihnen: Soll ich meine Süßigkeit und meine gute Frucht lassen und hingehen, über den Bäumen zu schweben? 12 Da sprachen die Bäume zum Weinstock: Komm du und sei unser König! 13 Aber der Weinstock sprach zu ihnen: Soll ich meinen Wein lassen, der Götter und Menschen fröhlich macht, und hingehen, über den Bäumen zu schweben? 14 Da sprachen alle Bäume zum Dornbusch: Komm du und sei unser König! 15 Und der Dornbusch sprach zu den Bäumen: Ist's wahr, dass ihr mich zum König über euch salben wollt, so kommt und bergt euch in meinem Schatten; wenn nicht, so gehe Feuer vom Dornbusch aus und verzehre die Zedern Libanons.

Musik: Natalja Baklanowa, Mazurka

Predigt

Liebe Gemeinde,

sie haben noch keinen König in Israel. Jeder macht was er will. Es gab noch keine friedliche Ordnung. Wenn man das Buch Richter liest, dann braucht man starke Nerven – fast nur Mord und Totschlag, Misshandlung und Verrat – sozusagen Doppelmord im Fahradschlauch!

Trotzdem, das Buch Richter ist ein frühes Prophetenbuch. Es will zeigen, was alles passiert, wenn man sich nicht auf Gottes Gesetze verlässt. Darin geht’s immer mehr abwärts. Die Notwendigkeit einer Erlösung Israels durch Gott ist fast schon mit Händen zu greifen. Und das tut Gott auch. Er greift immer wieder ein. Gott gibt seinen Geist einzelnen Anführern, die dadurch schnelle Erfolge erzielen. Aber Gottes Eingreifen ist nicht von Dauer. Am Ende lassen selbst die kurzfristigen Lichtgestalten von Gott ab.
Gideon ist so einer. Von Gott erwählt schlägt er eine Übermacht seiner Feinde in der Dunkelheit mit Schlachtlärm und Fackelfeuer in die Flucht – also mit List und Tücke. Er braucht dazu nur 300 Mann. Von vielen wird er dafür bewundert. Er hat „Chuzpe“, laut Lexikon „eine Mischung aus zielgerichteter, intelligenter Unverschämtheit, charmanter Penetranz und unwiderstehlicher Dreistigkeit“. Er soll König werden. „Nein“, er will nicht. Vom Geist erfüllt sagt er „der Herr soll Herrscher sein!“ – Gideon bleibt Richter, aber Gottes Geist verebbt schnell. Schon sein Sohn Abimelech will König werden und tötet dafür 70 seiner Verwandten. Chuzpe? Nein! Er geht buchstäblich über Leichen und errichtet ein System der Angst mit Belohnung von Loyalität und Unvermögen. Und hier kommt unsere Fabel von den Bäumen ins Spiel. Symbole voller Kraft, die auf Unsägliches hinweisen und von den Wüsten-erprobten Menschen früher leicht entziffert wurden.

Unsere Fabel im Buch der Richter zeigt in den Bildworten des Propheten die Zukunft Israels: Die Fabel besagt:
Der dreiste Abimelech wird viele von Euch so oder so töten – entweder durch Unvermögen oder durch Rache. Und so kommts mit Israel, denn der unbeliebte Dornbusch (hier die Chiffre für Abimelech), der alles zum Zwecke seine Herrschsucht tut und trotz seiner geringen Verdienste, selbst für Ihn überraschend die Königswürde erlangt, der wächst nicht am Wasser – an der Lebensader Gottes. Er bringt nur bittere Frucht. Sein Schatten ist kein Schutz vor der Sonne und unter seinem spitzigen Dornendach kann niemand gedeihen. Er lässt nichts unter seinen Fittichen wachsen und schon gar nicht zarte Pflänzchen, die ihn einmal übertreffen könnten. Da fehlts einfach an lebendigem Wasser – an Geist. Den Transfer ins Heute überlasse ich Ihnen.

Daneben sagt der erste Psalm der Schrift: Nur jemand, der Lust hat am Gesetzt Gottes bringt Frucht und Schutz, denn seine Blätter verwelken nicht. Er wird gestärkt von der Lebenskraft Gottes. Und was er macht, das gerät wohl. Wie bei den anderen Bäumen, ob Öl oder Wein oder die starken tragenden Zedern des Libanons – sie sind alle systemrelevant.

Ich frage mich, wie kann für uns alle ein friedliches Zusammenleben in Gottes weiter Welt gelingen? Im Gegensatz zu den Akteuren im Buch Richter kennen wir Christen den Weg – oder sollten es. Jesus Christus zeigt ihn uns selbst – denn er ist der Weg und die Wahrheit und das Leben. Wir Christen können seinem Beispiel folgen. Wir wissen von der Erlösung durch Ihn für alle Menschen – darin sind wir uns gleich.

Und was ist das jetzt für ein Gesetz an dem man ständig drüber nachdenken soll, damit die Bäume in den Himmel wachsen?
„Einer trage des anderen Last, so werdet ihr das Gesetz Christi erfüllen.“ (Gal 6,2)
Es gibt Ratschläge am Ende des zweiten Teils der Schrift, die immer zeitlos sind. So auch heute an diesem Sonntag, dem 4. nach Trinitatis Zweitausendundzwanzig nicht!:
„Ist's möglich, soviel an euch liegt, so habt mit allen Menschen Frieden.“ (Röm 12,18)
- Punkt!
So viel an uns liegt…
Lassen wir Dich regieren! Danke Dir, Jesus!
Amen.

Wir hören Musik von Arcangelo Corelli zum Nachdenken.
Arcangelo Corelli, Sonate d-Moll Op. 5 Nr 7, 2. Satz Corrente 

Luthers Abendsegen
Ich danke dir, mein himmlischer Vater, durch Jesus Christus, deinen lieben Sohn, dass du mich diesen Tag gnädiglich behütet hast, und bitte dich, du wollest mir vergeben alle meine Sünde, wo ich Unrecht getan habe, und mich diese Nacht auch gnädiglich behüten. Denn ich befehle mich, meinen Leib und Seele und alles in deine Hände. Dein heiliger Engel sei mit mir, dass der böse Feind keine Macht an mir finde.
Amen.

Vaterunser
 

Wir singen: Lied: EG 503 Geh aus mein Herz (Strophe 14)
 


Segen

Geht in diesen Sonntag und die neue Woche mit dem Segen des Herrn:

Der Herr segne euch und behüte euch.

Der Herr lasse sein Angesicht leuchten über euch
und sei euch gnädig.

Der Herr erhebe sein Angesicht auf euch
und gebe euch

+ Frieden.

Amen.

Musik: Brian Chapple, For Latin Lovers

 

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