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16.06.2019 - Trinitatis

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Trinitatis 16. 6. 2019 Berg – St. Johannes
 
*Lied: Ich sing Dir mein Lied (nach Melodie 600)
1.Ich sing Dir mein Lied - in ihm klingt mein Leben.
Die Töne, den Klang hast Du mir gegeben
von Wachsen und Werden, von Himmel und Erde,
Du Quelle des Lebens. Dir sing ich mein Lied.
 
2.Ich sing Dir mein Lied - in ihm klingt mein Leben.
Den Rhythmus, den Klang hast Du mir gegeben
von Deiner Geschichte, in die Du uns mitnimmst,
Du Hüter des Lebens. Dir sing ich mein Lied.
 
3.Ich sing Dir mein Lied - in ihm klingt mein Leben.
Die Tonart, den Takt, hast Du mir gegeben
von Nähe, die heil macht - wir können Dich finden.
Du Wunder des Lebens. Dir sing ich mein Lied.
 
4.Ich sing Dir mein Lied - in ihm schwingt mein Leben.
Die Höhen und Tiefen hast Du mir gegeben.
Du hältst uns zusammen trotz Streit und Verletzung.
Du Freundin des Lebens, Dir sing ich mein Lied.
 
5.Ich sing Dir mein Lied - in ihm schwingt mein Leben.
Die Töne, den Klang hast Du mir gegeben
von Zeichen der Hoffnung auf steinigen Wegen,
Du Zukunft des Lebens. Dir sing ich mein Lied.
 
Wir Menschen vor Gott
Unsere Hilfe steht im Namen des Herrn … der Himmel
Gott, wie immer wir Dich begreifen, wir suchen Dich hier und heute an diesem Morgen.
Wir tauchen ein in diese alte Kirche, die Generationen von Menschen Rast und Herberge gibt …..
als Menschen mit unendlich vielen Erlebnissen und bewegtem Leben.
Du weißt aus welchem Umfeld wir gerade kommen. Wir dürfen vor Dir sein, so wir sind.
Du weißt, wie die letzte Woche war.
Du weißt, was das Herz von jedem von uns bewegt, im Schönen und Schweren.
vielleicht erschüttert, vielleicht zaghaft macht oder vor Zerreißproben stellst. Unser Gelingen und unser Scheitern kennst Du
Du kennst uns im Innersten, so sehr, dass wir Dir nichts vormachen brauchen.
Du kennst alles Wollen und wie wir es umsetzen.
Dein Wort ruft uns aus der Starre zum belebenden Geist.
Verzeih, wenn wir allem und jeden immer wieder Gehör schenken, nur zu wenig Deinem befreienden Wort, Deinem Auftrag:  mit Liebe zu leben.
Hab Erbarmen mit uns, Deinen Menschen, immer wieder. Sprich Du ein Wort, so wird unsere Seele gesund.
So rufen wir zu Dir:
Der allmächtige Gott erbarme sich unser,
er vergebe uns unsere Schuld und führe uns zum ewigen Leben.
 
So sehr hat Gott diese Welt geliebt ….
Das geknickte Rohr wird er nicht zerbrechen und den glimmenden Docht nicht auslöschen.  Gott hat Euch nicht einen Geist der Verzagtheit gegeben, sondern der Kraft, Liebe und Besonnenheit.
 
 
Kollektengebet
Gott, lass uns zur Ruhe kommen bei Dir.
Öffne unsere Herzen für Deine großzügige Einladung.
Als Deine, Dir heiligen Mitbürger sind wir willkommen,
ja sogar als Deine Hausgenossen. Danke.
 
Lass uns die Gewichte und Wertigkeiten im Leben neu vermessen.
Zu schade wäre es, Deine Einladung auszuschlagen.
 
An Deinem Haus zu nehmen, heißt staunend zu entdecken,
hier sind alle willkommen und Ehrengäste. 
Die Verheißung ist groß, da – endlich Ruhe zu finden für unsere Seelen.
Lass uns davon heute etwas spüren und davon beseelt werden. Amen
 
Predigt zu 2 Kor 13,11-13  -
Grüße und Segenswunsch
Gnade sei mit uns und Friede von dem, der da ist, der da war und kommt.
 
11 Zuletzt, Brüder und Schwestern, freut euch, lasst euch zurechtbringen, lasst euch mahnen, habt einerlei Sinn, haltet Frieden! So wird der Gott der Liebe und des Friedens mit euch sein.
12 Grüßt euch untereinander mit dem heiligen Kuss. Es grüßen euch alle Heiligen.
13 Die Gnade unseres Herrn Jesus Christus und die Liebe Gottes und die Gemeinschaft des Heiligen Geistes sei mit euch allen!
Lasst uns in der Stille um den Segen Gottes bitten. …. Herr, schenke uns ein Herz für Dein Wort und ein Wort für unser Herz.
Liebe Gemeinde,
Wie geht es Ihnen mit Ihrer Gottesbeziehung? Wie würden Sie sie beschreiben heute im Hier und Jetzt Ihres Lebens? Am Sonntag Trinitatis, Dreieinigkeit oder Dreifaltigkeit .
Dazu ein Erlebnis: „Und wenn Ihnen der Herrgott net g‘fallt, dann schnitz i Erna an Neuen“. An diese Aussage des Schnitzers vor 35 Jahren muss ich denken, als ich zuhause mein großes Holzkreuz in der Hand halte. … Ich war damals sehr zufrieden. Ein gütig schauender Christus trotz elender Schmerzen am Kreuz. Er hing immer über meinem Schreibtisch und mein Blick fiel auf ihn. Weggefährte beim Werden meiner Texte. Symbol für die größere Begleitung, an die ich glaube. Wohin damit jetzt beim Umzug in die deutlich kleinere Wohnung an den schon mit Bildern bestückten Wänden. Jetzt, wo ich mit Laptop am Esstisch schreibe. Sagt es etwas aus, dass der geschnitzte Heilige Geist viel schneller seinen Platz fand im Türbogen? Hat sich etwas verändert in meinem Gottesbild, in meiner Gottesbeziehung? Vielleicht bin ich nicht mehr so fixiert auf einen starren Christus am Kreuz, traue der Präsenz des beflügelnden Geistes, der Kraft Gottes. Das eine schließt das andere nicht aus. „Ist jemand in Christus, so ist er eine neue Kreatur. Das Alte ist vergangen, siehe, Neues ist geworden“, heißt es. Selbst mein altes hölzernes Kruzifix hat sich gewandelt. Die Fixierung der Hand durch den Nagel hat sich gelöst. Jetzt wirkt es so, als winke Christus mir zu und segne mich. So schaut er von seinem neuen Platz – der tiefen Seitenlaibung des Fensters - auf mein Bett.  Gut so.
Wie würden Sie Ihre Beziehung zu Gott Vater, Sohn und Hl. Geist beschreiben? Immerhin wurde dieser Satz bei jedem von uns das erste Mal bei unserer Taufe uns zugesprochen….
Theologisch wurde darüber viel diskutiert und gestritten. Ich versuche heute persönliche Zugänge zu Gott dem einen, der sich mal mehr als Vater der wunderbaren Schöpfung zeigt, mal in Jesu Biographie und dann im Geist, seiner Leben spendenden Kraft. Es geht, um die verschiedenen Seiten Gottes und unseren Zugang dazu, unsere Beziehung zu ihm als erwachsene Menschen, die im Auf und Ab des Lebens unterwegs sind.
Viele tun sich da heute schwer, es scheint manchen mit ihrer Beziehung zu Gott so zu gehen wie mit anderen Beziehungsverhältnissen: der müde gewordene Kontakt in der Partnerschaft, der eingeschlafene Kontakt zu Geschwistern, oder eben, dass einem mal der Kindheitsglaube abhanden kam und ab dann war’s schwer. In meiner Zeit als Kind gab es ja z.B. noch ein Religionsbuch, da saß Gott wie ein gütiger Vater mit langem Bart auf der Wolke… ich liebte dieses Gottbüchlein , doch meine Beziehung wandelt sich mit jedem Lebensalter…. Andere finden keinen Zugang zu Gott dem Vater, weil sie sich immer mit dem leiblichen Vater schwer taten… verbannen die Kruzifixe aus Krankenzimmern, weil sie angeblich Kranken nicht gut tun … ganz anders als früher: als Kranke mit ihren Betten in Säle gefahren wurden, um den elenden Christus am Isenheimer Altar zu meditieren, vielleicht nicht um gesund zu werden, aber etwas vom letztlich Heilenden zu ahnen….
Nie ist es ganz einfach in der Beziehung zum dreieinigen Gott im eigenen Leben eine Herzenssprache zu finden…und dann doch wieder …. Mit ihm seinerseits verbunden wie mit einem unaufbrechbaren Siegel und doch ist jeder und jede vor der Aufgabe, eine lebendige Gottesbeziehung zu entwickeln. Es lebt sich leichter.
Der Apostel Paulus kämpfte dafür in seiner Art leidenschaftlich mal mehr als Tröster, mal als Mahner, mal kompliziert redend, mal Funken überspringend– wer sich mal Zeit nimmt, lese z.B. die Korintherbriefe. Da ging es zur Sache im Widerstreit der religiösen Ansichten. Im Schlussteil des heutigen Predigttextes, dem Ende des 2. Kor. Kommt er schließlich zum Punkt und sagt:
11 Zuletzt, Brüder und Schwestern, freut euch, lasst euch zurechtbringen, lasst euch mahnen, habt einerlei Sinn, haltet Frieden! So wird der Gott der Liebe und des Friedens mit euch sein.
12 Grüßt euch untereinander mit dem heiligen Kuss. Es grüßen euch alle Heiligen.
13 Die Gnade unseres Herrn Jesus Christus und die Liebe Gottes und die Gemeinschaft des Heiligen Geistes sei mit euch allen!
Darum soll es im letzten in unserer Beziehung zu Gott und untereinander gehen. Dass es uns heilig wäre – denn alle Getauften sind die ihm „Heiligen“: etwas von Jesu Gnade, Gottes Liebe und als Gemeinschaft vom Hl Geist zu wissen …. „ich will von Gott erzählen, wie von einem Menschen, den ich liebe“, heißt treffend ein Buch. Aber ist es so?  In seiner Liebe zu uns zeigt er seine verschiedenen Seiten, und wo wir lieben und seinen Weg entdecken, werden uns die verschiedenen Seiten Gottes vertraut. Mit Jesus und seinem Geist half uns unser Gott ihn besser zu erahnen, auch wenn vieles für uns unbegreiflich ist.  Die Tiefe des Reichtums und der Weisheit Gottes nahm in Jesus Gestalt an. Er brachte einen neuen Geist in diese Welt. Den Geist, der ein neues Verhalten mit sich bringt und sich auswirken kann auf unser Leben als Christen in unserer Welt.  
Ein Lebensmotto wie
13 Die Gnade unseres Herrn Jesus Christus und die Liebe Gottes und die Gemeinschaft des Heiligen Geistes sei mit euch/uns allen!
Will durchbuchstabiert werden. Wie sieht so ein Glaube aus?
Ich muss dabei an einen Film denken, der das gleichnishaft in Bildersprache erzählt: Weiß geschminkt, zieht ein Mann mit Zirkusleuten herum und schließt sich ihnen an. Er ist der Neue im Weltzirkus. Er fällt auf, weil er vieles anders macht.
Dem Tierwärter, der wie ein Sklave gehalten wird, springt er bei und schleppt für ihn schwere Wasserkübel zu den Elefanten.
Der ängstlichen Frau, die ihre Rolle als Opfer des Messerwerfers dick hat, steht er zur Seite und stellt sich selbst dafür in die Manege.
Er lässt nicht zu, dass ein Mensch mit dunkler Hautfarbe weiter vor die Zielscheibe gesetzt wird, wo jeder Treffer bedeutet, dass dieser ins Wasser fällt. Er will die bösen Spiele nicht mehr mitspielen. Kein Wunder, dass das böses Blut gibt!
Schließlich kommt er selbst in die Fänge des Bösen. Magnus, der Große, der lebendige Menschen als Marionetten tanzen lässt, wählt ihn zu seinem Opfer. Spielball von dessen aufgestauter Wut und seinem Ärger wird der Weißgeschminkte, als er hoch oben in der Zirkuskuppel schwebt. Und unten auf einem Podest, einem Thron gleich, zieht der Marionettenspieler immer heftiger, wie von Sinnen, an den Fäden....  Bis schließlich der Weißgeschminkte tot in den Seilen hängt. Und die Sonne wirft hinter ihm den Schatten des Kreuzes.
Liebe Gemeinde, einer setzt sich ein und kommt dabei um. Wir haben viele Sprichwörter dafür - die diese Lebenserfahrung gesammelt haben. Es kann der Frömmste nicht in Frieden leben, wenn es dem bösen Nachbarn nicht gefällt. Es zahlt sich nicht aus, anderen zu helfen.  - Immer mehr scheint diese Haltung heute um sich zu greifen. Sich für andere einzusetzen, ist nicht modern. Lieber verfährt man nach dem Motto: wie du mir, so ich dir. Auge um Auge, Zahn um Zahn. Wie man in den Wald ruft so schallt es heraus. Wenn Du mir so kommst, zahle ich dir das heim.
Was dabei rauskommen kann, zeigt der erzählte Film.
 „Parabel“ heißt dieser alte, sehenswerte Film. Ein Gleichnis des Lebens. Einer will Gutes tun und eckt damit an. Er will dem Bösen widerstehen und es kostet ihn alles. Uns Menschen gelingt es mit erschreckend ausgeklügelter Fertigkeit, im Persönlichen wie in der großen Politik, immer und immer Böses zu produzieren, worunter andere leiden oder gar zu Grunde gehen. Das Böse hat Macht, lässt sich nicht einfach wegwischen, lässt leiden, führt zu menschlichen Martyrien.  -
Wie unheimlich schwer ist es, da nicht mitzuspielen! Worte des Paulus zu beherzigen, eine andere Ethik zu vertreten: (Zuletzt, Brüder und Schwestern, freut euch, lasst euch zurechtbringen, lasst euch mahnen, habt einerlei Sinn, haltet Frieden! So wird der Gott der Liebe und des Friedens mit euch sein.)
Das Gute in kleinen Schritten durchzubuchstabieren, ist deshalb eine Lebensaufgabe. Im alltäglichen Leben kann diese Haltung ganz schön strapazieren. Ohne Zweifel.
Jesus hat uns den Extremfall vor Augen geführt. Es hat ihm das Leben gekostet. Er riskierte die Gefahr, den Kürzeren zu ziehen, weil er wusste, dass nur so die Welt aus dem Teufelskreis des Bösen herauskommt. Nie hat er Gleiches mit Gleichem heimgezahlt. Zu seinem Wesen gehört eine neue Sichtweise - nicht der böse Blick, sondern der wohlwollende, gütige, gnädige. Ihn interessiert: warum ist er, sie so böse? Warum dieser Rundumschlag, dieses menschenverachtende Tun? Was steckt dahinter an enttäuschtem, verletztem, zu kurz gekommenen Leben? So ein Blickwinkel verändert den Umgang miteinander und setzt heilende Kräfte frei. Das spürten die Menschen damals und plötzlich hatten Leute, die gemeinhin zum Abschaum zählten, gute Chancen. Weil einer ihnen Gutes zutraute, war Wandel möglich. Weil einer keine Vorurteile hatte, wurden sie mit anderen Augen gesehen. Weil einer gelten ließ, dass es letztlich auf den Menschen ankommt und nie allein um die sture Einhaltung von Gesetz und Ordnung, konnte einer neu aufatmen. 
--- Bei uns braucht es manchmal sehr lange, bis ein Mensch den Weg zum Guten findet. Es reicht nicht allein, einem, der auf bösem dunklen Wegen und Gedanken sich bewegt, allein neue Chancen zu geben. Im Menschen selbst muss auch etwas geschehen. An dem Marionettenspieler des Films wird das deutlich. Ihn erboste das Gute, das der Weißgeschminkte tat. Er fühlte, diese Art auf Menschen zuzugehen nimmt ihm mit seinen grausamen Spielen letztlich die Schau.
Der Anfangs erzählte Film war noch nicht zu Ende. Filmschnitt. ---  Magnus sitzt nachdenklich vor dem Spiegel seines Schminktisches. Entsetzen, Erschütterung stehen ihm ins Gesicht geschrieben. Ein gebrochener Mensch, einer, der plötzlich sieht, wie viel Schuld er auf sich geladen hat. Einer, der irgendwann erkennt, so kann und will ich nicht mehr weiterleben.
Schließlich greift er zur Schminke und malt sich sein Gesicht weiß an. Und so zieht am Ende ein Weißgeschminkter, auf einem Esel reitend, mit der Truppe im Weltzirkus weiter. -
Der Blick in den Spiegel seiner selbst braucht Zeit.
Meine Beziehung zu Gott auch immer wieder …  Wie viele Schatten und widerstreitende Gefühle, wie viel verpatztes Leben, muss einer hinter sich lassen…. Um zu einem zu werden, der die Fäden loslassen kann, der aus Fehlern Einsichten gewinnt und sich wieder neu anfangen traut. Mut braucht das und Zivilcourage. Immer wieder einen Vorschuss an Vertrauen, auch auf die Gefahr hin, ausgenutzt zu werden. Lebenslanges Wachsen und Lernen und zuweilen mühsames Arbeiten an der eigenen Person sind da gefragt: Immer und immer wieder bereit zu sein, in sich zu gehen; das eigene Verhalten, Denken und Fühlen zu hinterfragen, Fehler zuzugeben und neue Wege zu gehen. Zwischen Wollen und Vollbringen kann es einen ganz schön umtreiben. Und das alles im Vertrauen auf Gott.
Zuletzt, Brüder und Schwestern, freut euch, lasst euch zurechtbringen, lasst euch mahnen, habt einerlei Sinn, haltet Frieden! So wird der Gott der Liebe und des Friedens mit euch sein.
Das Gute suchen hat jeden Tag neue Aufgaben, privat, in der Gemeinde, in unserem alltäglichen Leben. Es braucht immer wieder neue Gesprächsbereitschaft, genaues Hinsehen auf kaputtmachende Strukturen und den Mut, das alles nicht hinzunehmen, sondern neue Akzente zu setzen. In unserem Leben, das oft einem riesigen Zirkus gleicht, braucht es mehr denn je Menschen, die von ihrer Beziehung zu Gott her, sich trauen, Anwalt des Guten zu sein und zu werden. Sie helfen uns Christen zu neuem Profil. 
Wo Liebe und das Gute unter uns gelebt wird, erfahren wir Gott neu. Von ihm, durch ihn und zu ihm hin sind alle Dinge. Geben wir ihm die Ehre in unserem Leben, auch wenn uns vieles unbegreiflich und unerforschlich ist.
Die Botschaft des Trinitatisfestes ist: Gott will in Beziehung mit uns leben –Sein Geist will Beziehung stiften, um uns an neuem Leben teilhaben zu lassen.
Dieses neue Werden beginnt mit der Taufe, die uns als von Gott geliebte Kinder auszeichnet. Sie schenkt uns Anteil an Gottes neuer Welt, am Prozess des Neuwerdens. Wir dürfen uns deshalb immer wieder noch etwas erwarten und auf einen belebenden Neuanfang mit Gott hoffen:
Der Dichter Ulrich Schaffer hat dafür zarte Worte gefunden:
In gewissen Momenten zieht mein Leben
 in Lautlosigkeit an mir vorüber.
Nichts leuchtet auf. Nichts sticht hervor.
Und doch liegt über allem eine Gegenwart.
Dann entdecke in meinen Gedanken einen Weg, eine Richtung.
Ich spüre die Wünsche hinter meinen Wünschen.
Ich ahne die Zusammenhänge.
ich höre tiefer, sehe weiter.
Aber dafür gibt es keine Worte.
Immer hat es mit Gott zu tun.
Nicht irgendeinen Gott.
Aber dem Gott, der sich mir begreifbar machen will.
So lausche ich auf die Bewegung in mir.
Ich kann sie nicht machen.
Er berührt mich, wann er will.
Ich übe das Warten aus Tiefe.
 
Eine Liebe, die annimmt, Raum schenkt, entfalten lässt, auf Hoffnung baut und neu anfangen lässt an jedem Tag, damit ein neuer Mensch aufersteht. Gott sagt: lass es Dich nicht wundern – der Vater wirkt durch den Hl. Geist.
Uns bleibt: Gott will sich mir begreifbar machen. So lausche ich auf jede Bewegung in mir.
Eine interessante Gottesbeziehung! Probieren Sie es, es lohnt sich!  Amen.
 
Gebet:
Herr, geschieht’s nicht mitten in der Nacht,
dass ein Unglücklicher ein verstehendes Herz findet?
dass ein Leidgeprüfter einwilligt in sein Geschick?
dass Schuld Verzeihen empfängt
und einer seinen Gott lobpreist im Dunkeln?
Verhalten noch streift uns der Widerschein des Ewigen,
doch stark genug, uns heimzuleuchten,
die nachtwunde Seele zu trösten.
Nur einen Spaltbreit öffne uns die Tiefe, dass uns zu Herzen dringe, was die Nacht erhellt, und wir getroster weitergehen.
(Sabine Naegeli)            
                   
 
FÜRBITTEN:
Lasst uns beten zu dem, der in Jesu Wort und Tat zu uns geredet hat und bis heute nicht aufgehört hat uns zu rufen:
Für alle, die Gottesdienst feiern, hier in unserer Stadt und überall auf der Welt:
Dass sie begreifen, dass Gott mit ihnen redet
als der Vater, der sie trägt mit seiner Liebe,
als der Sohn, der ihnen zur Seite ist auch in Angst und Traurigkeit,
als der Hl. Geist, der ihrem Denken und Tun eine neue Richtung gibt.
 
Für alle, die Gottes Wort auszurichten haben von den Kanzeln, über Funk und Medien, durch Bücher, Zeitschriften, im Gespräch unter Freunden:
Dass es ihnen gelingt, ihre Worte, ihre Klugheit, ihre Überzeugungskraft, Gott zur Verfügung zu stellen und ihm mit ihrer Person nicht im Weg stehen.
 
Für die Kirchen aller Bekenntnisse, dass sie nicht an ihr Ansehen und ihren Fortbestand denken, wenn sie von Jesus Christus Zeugnis ablegen, sondern freimütig die grenzenlose Liebe Jesu weitersagen und weiterwirken lassen ohne Rücksicht auf Gunst oder Widerstand der Mächtigen dieser Erde.
 
Für alle, die noch hilflos und gleichgültig dem Wort gegenüberstehen, weil sie ihn nicht erkennen in der Ohnmacht seines Wortes oder weil sie Christen erlebt haben, die ihnen Jesus Christus unglaubwürdig gemacht haben: dass sie sich ihrer Hilflosigkeit nicht schämen und offen bleiben für ein hilfreiches Wort und dass ihre Gleichgültigkeit ihnen zerbricht, an der Frage, was für sie Gültigkeit hat.
 
Für alle, die heute in besonderer Weise auf Ermutigung und Hilfe angewiesen sind: die eine dunkle Sorge belastet, die Kummer und Einsamkeit quält, die die Last ihrer Schuld drückt, die gefangen sind in Gedanken der Unruhe, der Bitterkeit des Zweifels.
Auch für die Gemeindeglieder, deren Namen wir dir nennen ….
 
Herr wir stehen vor Dir mit all unseren Ängsten und Hoffnungen, mit unseren Begabungen, mit unseren Fehlern, mit unserem guten Willen und unserer Trägheit.
Nimm uns, wie wir sind, aber lass uns nicht so bleiben, wie wir sind: damit wir bereit und fähig werden, mit Deiner Liebe die Welt zu verwandeln durch unsern Herrn Jesus Christus. Sei mit uns auf unseren Wegen.
-Vaterunser
 
Sendung – Segen
 
Geht von hier
Gestärkt und erneuert.
So wie Ihr empfangen habt,
so gebt es weiter.
Werdet zu Werkzeugen Gottes.
Richtet keine Kreuze auf.
Kreuzigt niemand
Nicht mit Worten
Nicht mit Taten.
Reißt die Kreuze nieder,
die andere Menschen errichten.
Pflanzt Euren Lebensbaum
An Wasserbäche des Friedens
Und der Versöhnung.
Gott, der Euer Freund ist, segne und behüte Euch, er lasse sein Angesicht
über Euch leuchten und sei Euch gnädig.
Er erhebe sein Angesicht auf Euch
und schenke Euch seinen Frieden. Amen
 
 
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