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19.06.2020 - Kurzandacht über "Hoffnung"

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Im 1. Korintherbrief heißt es (Kapitel 13, Vers 13): „Nun aber bleiben Glaube, Hoffnung, Liebe, diese drei. Aber die Liebe ist die größte unter ihnen.“ Kennt jeder, eines der berühmtesten Worte des Apostels Paulus. Es gibt gleichwohl Zeiten in der Geschichte und im eigenen Leben, in denen es vielleicht besser ist, wenn die Hoffnung „die größte unter ihnen ist“.

Im Deutschen besitzt „Hoffnung“ einen durchgängig positiven Sinn. Man hofft auf das Gelingen, den guten Ausgang eines Vorganges, eines Zustandes. „Hoffnung“ kommt im therapeutischen und seelsorgerlichen Bereich als methodischer Ansatz, aber auch allg. vielfach vor: „Es besteht noch Hoffnung“, sagt der Arzt, oder denken wir an das Sprichwort: „Die Hoffnung stirbt zuletzt“. Auch die etwas veraltet klingenden Wendungen für „Schwangerschaft“ wie „in der Hoffnung sein“ oder „guter Hoffnung sein“ zeugen von diesem positiven Sinn, in dem das Wort Hoffnung normalerweise gebraucht wird.

„Hoffnung“ kommt aus dem Mittelniederdeutschen: hopen = „hüpfen“, „vor gespannter Erwartung unruhig springen“. Hoffnung ist eine zuversichtliche innerliche Ausrichtung, gepaart mit einer positiven Erwartungshaltung und Vorfreude, dass Wünschenswertes eintreten wird, ohne dass wirkliche Gewissheit darüber besteht. Die Bibelstellen, in de-nen das Wort „hüpfen“ biblisch vorkommt, sind immer positiv mit „Freude“ konnotiert, bei Johannes dem Täufer im Mutterleib Elisabeths schon pränatal – Vorfreude auf Jesus?
Hoffnung worauf? Ein Ereignis, die Änderung eines grundlegenden Zustands: neue Gesundheit, finanzielle Absicherung. Hoffnung ist die umfassende emotionale und handlungsleitende Ausrichtung von uns Menschen auf eine bessere Zukunft, und zwar nicht nur sporadisch, sondern als Grundhaltung, mehr als flaches Alltags- „positiv thinking“.

Denn: Wie sieht es mit einer solchen Hoffnungshaltung in Zeiten existenzieller Verunsicherung und zumindest teilweisen Pessimismus´ aus, der Krise und Bedrängnis? Wir Christen und andere Religionsangehörige glauben, dass die letzte Verfügungsgewalt über den Lebenslauf und über Leben und Tod letztlich nicht in unserer Macht liegt, so viel man auch dafür tun kann, sondern, wie wir im Bild sagen: in der Hand Gottes. So dass man nach Jesaja auch längere Durststrecken im Gottvertrauen durchhalten und überstehen kann: „Die auf den Herren harren, kriegen neue Kraft, dass sie auffahren mit Flügeln wie Adler, dass sie laufen und nicht matt werden, dass sie wandeln und nicht müde werden.“ (Jesaja 40, 11) Das ist eine schöne fromme, vorchristliche Durchhalteparole – im Vertrauen auf Gott, sie war mein Konfirmationsspruch: bisher wurde Wort gehalten.

Der Apostel Paulus geht - christusgemäß - noch einen Schritt weiter, wenn er sagt, dass gerade aus der Bedrängnis selbst heraus ein geduldiger Umgang mit der schwierigen Situation hervorgeht, daraus Bewährung entsteht, wenn man durchhält, und daraus wiederum eine positive neue Haltung zu den gegenwärtigen und künftigen Dingen erwachsen kann: Hoffnung als eine geistgegebene Perspektive der Überwindung, so schreibt er im Römerbrief, Kapitel 5, Vers 5: „Wir wissen, dass Bedrängnis Geduld bringt, Geduld aber Bewährung, Bewährung aber Hoffnung, Hoffnung aber lässt nicht zuschanden werden; denn die Liebe Gottes ist ausgegossen in unsre Herzen durch den Heiligen Geist, der uns gegeben ist.“

Herr Gott, wir bitten dich um diesen deinen Geist der Hoffnung.

Amen.

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