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31.1.2021 - Online-Gottesdienst am letzten Sonntag nach Epiphanias

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Online-Gottesdienst am letzte Sonntag nach Epiphanias

 31. Januar 2021, 10.00 Uhr
aus dem Katharina von Bora - Haus.
Lektor Peter Schickel

 

GOTTESDIENST
am letzten Sonntag nach Epiphanias
Sonntag, den 31.01.2021

Evangelisch - Lutherische Kirchengemeinde Berg
am Starnberger See


Läuten der Glocken

Musik zum Eingang


Gruß

Im Namen des Vaters und des Sohnes und des Heiligen Geistes.
Amen.

Der Herr sei mit euch.
Und mit deinem Geist.

Am letzten Sonntag nach Epiphanias und damit dem letzten Sonntag in der Weih-nachtszeit hören wir das Evangelium von der Verklärung Jesu. Auf wundervolle Wei-se wird drei Jüngern die Gottheit Jesu of-fenbart, den sie zuvor nur als Menschen gekannt hatten. Auch uns widerfährt hin und wieder eine solche Offenbarung, und wir meinen, in ganz irdischen Dingen Gott selbst zu schauen. Und wenn unser Leben meist ohne solche Offenbarung abläuft, so haben wir doch durch den Glauben die Gewissheit, dass der Herr uns nahe ist und in unserem Leben wirkt.

Lied, Jesus ist kommen, EG 66,1-3

Psalm
Ich lese aus Psalm 97

1 Der HERR ist König; des freue sich das Erdreich und seien fröhlich die Inseln, so viel ihrer sind. 2 Wolken und Dunkel sind um ihn her, Gerechtigkeit und Recht sind seines Thrones Stütze. 10b Der Herr be-wahrt die Seelen seiner Heiligen; aus der Hand der Frevler wird er sie erretten. 11 Dem Gerechten muss das Licht immer wie-der aufgehen und Freude den aufrichtigen Herzen. 12 Ihr Gerechten, freut euch des HERRN und danket ihm und preiset seinen heiligen Namen!


Lasst uns beten…

Tagesgebet

Herr, Jesus Christus, als ein Licht bist Du in unsere Welt
gekommen und zeigst uns die Größe und Herrlichkeit des Vaters im
Himmel. Wir danken Dir dafür und bitten Dich: Zünde ein Licht in
unseren Herzen an, dass wir Deine Wahr-heit sehen. Zünde ein Licht
in unseren Herzen an, dass wir erkennen, auf welchem Weg Du uns
führen willst. Zünde ein Licht in unseren Herzen an, dass wir anderen
das Leben hell machen. Das bitten wir Dich, der Du mit dem Vater
und dem Heiligen Geist lebst und liebst in Ewigkeit.
Amen.


Lied, O Jesu Christe, wahres Licht, EG 72,1-3

Lesung des Evangeliums
Ich lese aus Matthäus im 17. Kapitel in der neuen Basisbibel vom Januar dieses Jahrs. Hier werden theologische Worte gleich in die heutige gängige Sprache übersetzt. Das sieht man bereits an den Überschriften. Die „Verklärung Jesu“ heißt hier in der Basisbibel zum Beispiel „Drei Jünger sehen Jesus in der Herrlichkeit Gottes“:

17-1Sechs Tage später nahm Jesus Petrus, Jakobus und dessen Bruder Johannes mit sich. Er führte sie auf einen hohen Berg, wo sie ganz für sich waren.2 Da veränderte sich sein Aussehen vor ihren Augen: Sein Gesicht leuchtete wie die Sonne und seine Kleider wurden strahlend weiß wie Licht.3Da erschienen Mose und Elija vor ihnen und redeten mit Jesus.4Petrus sagte zu Jesus:» Herr, es ist gut, dass wir hier sind. Wenn du willst, werde ich drei Zelte aufschlagen: eins für dich, eins für Mose und eins für Elija.«5Noch während Petrus redete, legte sich eine Wolke aus Licht über sie. Da erklang eine Stimme aus der Wolke: »Das ist mein geliebter Sohn, an ihm habe ich Freude. Hört auf ihn!«6 Als die drei Jünger das hörten, warfen sie sich nieder und fürchteten sich sehr.7Jesus ging zu ihnen und berührte sie. Er sagte: »Steht auf. Fürchtet euch nicht!«8Als sie aufblickten, sahen sie nur noch Jesus. 9Während sie vom Berg herabstiegen, schärfte Jesus ihnen ein:» Erzählt keinem, was ihr gesehen habt, bis der Menschensohn von den Toten auferweckt worden ist.«

Herr segne Dein Wort an uns allen.
Amen.

Wir bekennen unseren christlichen Glauben.

Glaubensbekenntnis


Wir singen das Lied der Woche.

Lied, Herr Christ, der einig Gotts Sohn, EG 67,1-3

Predigtgebet:

Herr, sende Deinen Geist auf mich herab, dass ich nicht sterbe, sondern lebe und Deine Werke verkündige.
Amen. 

Predigt

Whiteout. Weiß. Weiß, überall weiß. Schnee wohin man blickt. Dicke Flocken. Helles Weiß. Die Verklärung der Welt.
Stop-and-Go. Da ist kein Durchkommen. Der Scheibenwischer schaffts nicht mehr. Egal. Bei dem Tempo komme ich sowieso erst spät heim. Ich rolle nur so leicht dahin. Schwerelos. Lautlos. Jedes Geräusch wird von weicher Watte geschluckt. Draußen ist nur dumpfe Stille, aber die Kälte kommt wenigstens nicht rein. Drinnen bei mir ist es warm. Von Draußen dringt nichts zu mir. Ich höre nur noch von Innen -
Musik, Gesang -
nur noch himmlische Stimmen:

(aus EG 180.1) „Herr Gott, himmlischer König. Gott allmächtiger Vater. Herr, eingeborener Sohn, Jesu Christe, du Allerhöchster. … Denn Du bist allein heilig, du bist allein der Herr, du bist allein der Höchste, Jesu Christe, mit dem Heiligen Geist in der Herrlichkeit Gottes des Vaters. Amen.“
… Dies ist der Tag, den der Herr Macht. Lasst uns freuen und fröhlich sein.
Dann neigt sich ein Baum zu mir, viel zu weit nach vorn über. Endlich bricht er ab und fällt um. Ganz langsam und ruhig. Wie in Zeitlupe. Kein Laut dazu. Nur Stille. Gar nicht bedrohlich, ungefährlich, eher schön. Faszinierend herrlich. Herrlich faszinierend. Wunderbar.
Ist es jetzt nach zweitausend Jahren soweit, frage ich mich. Sollte Er heute kommen?


Liebe Gemeinde,
„wann kommt Er endlich - Jesus Christus?“
„Wann kommt Er wieder“, das ist auch die Frage, die unser Bibelwort aus dem 2. Jahrhundert nach Christus umtreibt (https://www.bibelwissenschaft.de/fileadmin/buh_bibelmodul/media/wibi/pdf/Petrusbrief_Zweiter__2018-09-20_06_20.pdf) . Eine Frage, die bis heute nicht abgeschlossen ist. Ein Geheimnis – die sogenannte Parusie – die Erwartung der Wiederkunft Christi.

Da schreibt jemand, der sich Petrus nennt in einem Brief mit voller Überzeugung an seine Gefolgsleute. Er weiß, dass er bald sterben wird – aber dieser Brief ist ihm noch wichtig. Aus dem Brief geht hervor, dass die Apostel, die Jesus noch persönlich kannten zu diesem Zeitpunkt bereits gestorben sind. Dennoch gibt der Verfasser sich als der Apostel Petrus aus. Darf er das? Ist das Irreführung? Sind das eher alternative Fakten? Geht das in Richtung Fake News?

Ich lese aus diesem zweiten Petrus Brief – diesmal in der aktuellen Lutherübersetzung von 2017:
16 Denn wir sind nicht ausgeklügelten Fabeln gefolgt, als wir euch kundgetan haben die Kraft und das Kommen unseres Herrn Jesus Christus; sondern wir haben seine Herrlichkeit mit eigenen Augen gesehen. 17 Denn er empfing von Gott, dem Vater, Ehre und Preis durch eine Stimme, die zu ihm kam von der großen Herrlichkeit: Dies ist mein lieber Sohn, an dem ich Wohlgefallen habe. 18 Und diese Stimme haben wir gehört vom Himmel kommen, als wir mit ihm waren auf dem heiligen Berge. 19 Umso fester haben wir das prophetische Wort, und ihr tut gut daran, dass ihr darauf achtet als auf ein Licht, das da scheint an einem dunklen Ort, bis der Tag anbricht und der Morgenstern aufgeht in euren Herzen.

… Wir sind nicht ausgeklügelten Fabeln gefolgt…

Keine ausgeklügelten Fabeln, also, haben sie gehört, die Gefolgsleute in der Gemeinde dieses angeblichen Petrus damals. Keine erfundenen Geschichten wie bei Harry Potter. Keine Erzählungen von Fabelwesen. Keine Stories von Einhörnern. Moment mal. Einhörner! Man möchte meinen, sowas kommt ja in der Bibel sowieso nicht vor – und doch!
Bei genauerem Hinsehen steht in alten Lutherübersetzungen tatsächlich etwas vom Einhorn. Ich zitiere: „Das vierde Buch Mose, Capitel 23, Vers 22. Gott hat sie aus Egypten gefüret / seine freidigkeit ist wie eins Einhorns.

Das Buch Hiob, Capitel 39, Vers 9. Meinstu das Einhorn werde dir dienen / vnd werde bleiben an deiner krippen?
Der Psalter, Psalm 22, Vers 22. Hilff mir aus dem Rachen des Lewen / Vnd errette mich von den Einhörnern“
(Zitat in Einzelnachweis 10 https://de.wikipedia.org/wiki/Einhorn#cite_note-10)

Ich will sie jetzt nicht zu sehr auf die falsche Fährte locken. Luther übersetzt wörtlich richtig. Die 72 legendären Übersetzer der Septuaginta lagen falsch. Die Septuaginta ist der erste griechische Text des Alten Testaments aus dem dritten Jahrhundert vor Christus. Bis 1984 hielt sich das „Einhorn“ aber in der Lutherbibel. Es ist wahrscheinlich eine etwas unglückliche Geschichte einer Übersetzung. Eigentlich ist damit der Auerochse, oder ein wilder Stier oder Büffel gemeint. Das Wort für ein wildes, starkes Tier heißt im hebräischen „Re’em“.

Im griechischen Text der Septuaginta wurde das mit monókerōs wiedergegeben, zu deutsch: mono keros ein Horn - Einhorn. Auch in der griechischen Philosophie bei Aristoteles wird das Einhorn erwähnt. Es geht vielleicht auf uralte Fabelgeschichten vom Hörensagen aus Indien zurück.

Seitdem hat das Einhorn eine beispiellose Karriere gemacht. Kunststück – was von den Autoritäten Aristoteles und der Bibel beglaubigt ist, das muss ja wahr sein, dachten sich viele und schrieben ungeniert ab. Ganze Bücher beschreiben unter anderem Getier das Einhorn, wie der Physiologos im zweiten Jahrhundert nach Christus. So spekuliert der Mailänder Bischof Ambrosius im vierten Jahrhundert, was dieses Einhorn nun eigentlich sei. Er rückt es in die Nähe Jesu. Und schon kommen unzählige Geschichten dazu. Das wilde ungestüme Einhorn ließe sich nur von reinen Jungfrauen zähmen und sein Horn heile Wunden und neutralisiere Gifte. So mancher Apotheker verkaufte dann auch gemahlenes Einhornpulver unter dem Tisch an gefährdete Prominente. Das solle vor Giften aller Art schützen. Leider vergebens. Auch die Kunst im Mittelalter nutzt diese abstrusen Fabeln, vielleicht um schöne Frauen auf Gemälden darstellen zu können und greift das Thema auch deshalb dankbar auf. Sogar in der Engelsburg in Rom in den Privatgemächern der Päpste soll das Motiv auf wiederhergestellten Fresken zu finden sein. Diese Einhorn-Esoterik boomt auch heute noch. Wegen eines kleinen Wortes in einer griechischen Übersetzung des alten Testaments drei Jahrhunderte vor Christus kann man heute im Jahr 2021 modische rosa Einhornschlafanzüge kaufen. Was für eine erstaunliche Wirkung eines Übersetzungsfehlers.

Aber genug der Fabelgeschichten – vielleicht ist das alles ja auch gar nicht wahr.
Bei unserem Bibelwort aus dem zweiten Petrusbrief geht es nicht um Einhorngeschichten, sondern um Wahrheit. „Was ist Wahrheit?“ fragt Pontius Pilatus, den geschundenen Christus im Johannesevangelium. Dabei steht sie ihm gerade gegenüber, die Wahrheit, in der Gestalt Jesu. Pilatus erkennt Jesus aber nicht als den Christus – ihm fehlt dafür der Geist der Wahrheit.

Ein ähnliches Erlebnis ist Petrus gegeben als er mit Jesus und zwei anderen Jüngern auf einen Berg steigt, um zu beten (siehe bei LK). Auch er steht Jesus gegenüber. Aber im Gegensatz zu Pilatus erkennt Petrus die Wahrheit, die vor ihm steht – hell und klar. Jesus ist der Christus, der Gesalbte Gottes, der Menschensohn. Er sieht und hört es mit eigenen Augen und Ohren durch eine Stimme vom Himmel.

Später betont der Evangelist Matthäus für seine judenchristliche Gemeinde, daß Christus Gottes Sohn ist. (Auch in Matthäus 16,16 sagt Simon Petrus es Jesus auf den Kopf hin zu: „Du bist der Christus, des lebendigen Gottes Sohn!“)
Die Gemeinde hatte damals bereits andere Geschichten aus dem Alten Testament gehört. Zum Beispiel, dass ein neuer Prophet kommen soll.

((Dt 18,15) Einen Propheten wie mich wird dir der HERR, dein Gott, erwecken aus dir und aus deinen Brüdern; dem sollt ihr gehorchen. )

Und eine ähnliche Geschichte von einer Bergbesteigung gibt es auch im zweiten Buch Mose (Ex 24). Ganz zu schweigen von der Lichterscheinung im brennenden Dornbusch auch auf einem Berg. Dabei sieht Mose mit eigenen Augen Gott in der nicht verbrennende Flamme und hört mit eigenen Ohren den Namen Gottes (Ex 3). Theophanie – eine Begegnung mit Gott.

Petrus erkennt also die Wahrheit Jesu auf dem Berg - allerdings nicht die ganze Wahrheit. Beim Abstieg nach unten von den Höhen des Berges hinab ins Tal erklärt ihm Jesus, dass der Menschensohn vor seiner Verherrlichung leiden muss. Das Leid im dunklen Tal gehört genauso zu ihm und seiner Lebensgeschichte wie die Verherrlichung im Licht am hellen Gipfel des Berges und die Auferstehung von den Toten. Was Petrus gesehen hat war nur ein Vorgeschmack auf Jesu Herrlichkeit. Er kann das Leben Jesu ja nicht vorhersehen. Er wird aber noch viel mit Jesus erleben.

Geschichten, Lebensgeschichten. Es ist einzig die Lebensgeschichte Jesu, die den Sprung über die Jahrhunderte zu unserem eigenen Leben schafft. Sie geht uns im Hier und Jetzt etwas an. Sie kann uns heute noch ergreifen.
Aus den Geschichten die sich Menschen von Jesus erzählen lässt sich mehr heraushören. In Jesus hat Gott sein wahres Gesicht gezeigt.

Ausgeklügelte Fabeln, wie die vom Einhorn mögen einen hohen Unterhaltungswert haben, aber man kann nicht von ihnen leben. Ziel dieser – nennen wir sie „Einhorngeschichten“ ist es, uns durcheinander zu bringen, Chaos und Unordnung anzurichten, uns vom rechten Weg abzubringen und uns für die eigenen Zwecke – menschliche Zwecke - zu instrumentalisieren. Eine wahre Geschichte erkennt man daran, dass das eigene Leben in sie eingeschrieben ist. Das kann man oft erst im Nachhinein sehen.
Denn

(Joh 4,24) Gott ist Geist, und die ihn anbeten, die müssen ihn im Geist und in der Wahrheit anbeten.
Durch Jesus vermittelt und durch den Geist voll erschlossen muss diese „Wahrheit“ das Leben des Glaubenden bestimmen. Es geht gar nicht anders.

Die Wahrheit zeigt sich also im eigenen Leben.

Was hilft es, Autoritäten nachzulaufen, wenn deren Leben von „Unwahrem“ nur so strotzt? Vielleicht kann man das Reich Gottes nur mit den eigenen Augen sehen und Gottes Stimme mit den eigenen Ohren hören. Vielleicht beginnen sich die Machtverhältnisse bereits umzukehren – bei uns selbst. Vielleicht hat er bereits große Dinge an uns getan und seine Barmherzigkeit währet für und für. Vielleicht zerstreut er bereits, die hoffärtig sind in ihres Herzens Sinn. Vielleicht stößt er bereits die Gewaltigen vom Thron und erhebt die Niedrigen. Vielleicht füllt er die Hungrigen bereits mit Gütern und lässt die Reichen leer ausgehen. Vielleicht gedenkt er bereits der Barmherzigkeit und hilft seinen Dienern auf. Wir müssen es nur erkennen bei uns selbst.

In diesem Geist sehe ich auch den zweiten Petrusbrief. Vielleicht borgte sich der Verfasser den Namen des Apostels Petrus, weil er in seinem Leben Jesu Herrlichkeit wie der wahre Apostel mit seinen eigenen Augen gesehen und seine Stimme mit seinen eigenen Ohren vernommen hatte. Wie der Apostel Petrus erwartet er die Wiederkunft Christi jederzeit in seiner eigenen Wahrheit – seinem Leben und erzählt anderen davon in seinem Brief.

Die Wahrheit wird ins Leben geschrieben. Das Leben in Wahrheit muss so sein. Nur das Leben ist wahr.
Vielleicht haben wir nicht unsere eigene Geschichte, sondern unsere Lebensgeschichte hat uns.
Haben Sie schon einmal darüber nachgedacht?

Erinnern sie sich noch an meine Anfangsgeschichte im Auto - im hellweißen Schneesturm, in einer verklärten Welt? Ich war damals unterwegs auf der Rückreise von einer anstrengenden Woche Prädikantenseminar als dieser Schneefall des Jahrhunderts herunterkam. Vor einem Jahr war das ungefähr. Damals war so viel Schnee, dass meine Kinder zur gleichen Zeit ein riesiges Iglu im Garten gebaut haben. Aber auch ganze Turnhallen sind unter der Schneelast zusammengebrochen.

Ich sitze begeistert von der schneeweißen Verklärung der Welt im warmen sicheren Auto und höre liturgische Gesänge.
Was mach ich hier eigentlich, frage ich mich auf einmal. Sollte ich nicht lieber am Sonntag Nachmittag zu Hause bei meiner Familie sein, als hier in der Weltgeschichte herumzufahren.

Da geht mir ein Licht auf und mir wird klar:
Ich kann gar nicht anders.
Es muss so sein.
Es ist wieder ein Stück Wahrheit.

Amen.

 

Kanzelsegen:

Der Friede Gottes, der höher ist als alle Vernunft, bewahren eure Herzen und Sinne in Christus Jesus.
Amen.

Musik

Abkündigungen


Predigtlied, Morgenglanz der Ewigkeit, EG 450,1.2.5

 

Fürbittengebet

Gott, du bist unbegreiflich, aber du ergreifst uns. Du bist unnahbar, aber du kommst uns nahe. Du bist unerreichbar, aber du erreichst uns an allen Orten.
So bitten wir dich:
Lass uns deine Nähe spüren. Hilf, dass wir dich nicht in der Hand haben wollen, sondern lass du deine Hand auf und um uns sein, damit wir spüren: wir gehören zu dir. Wir rufen zu dir:
Gem.: Herr, erbarme dich!
Öffne unsere Herzen, damit wir dein Wort annehmen – das prophetische Wort, das in diese Welt hinein redet von deiner Herrlichkeit. Lass uns immer wieder hinhören und aufmerken, damit wir erfahren, wenn Du zu uns sprichst. Wir rufen zu dir:
Gem.: Herr, erbarme dich!
Bewahre uns davor, dich für unsere Zwecke zu vereinnahmen, und gebrauche vielmehr uns, damit wir deinen Willen tun, wo immer du uns hinführst. Wir rufen zu dir:
Gem.: Herr, erbarme dich!
Wir bitten dich für alle, die an dieser Welt verzweifeln, die an den Widersprüchen von Wahrheit und Lüge zerbrechen, die glauben wollen, aber von Zweifel geplagt sind: Schenke ihnen den Anblick deiner Herrlichkeit. Wir rufen zu dir:
Gem.: Herr, erbarme dich!
Wir bitten dich in dieser Zeit der Pandemie um Geduld und Rücksichtnahme. Hilf allen, die nur an sich selber und ihre Freiheit denken, zu erkennen, dass durch Egoismus die Freiheit anderer Menschen eingeschränkt wird. Wir rufen zu dir:
Gem.: Herr, erbarme dich!
Wir bitten dich für die, die uns verbunden sind in der Nähe und der Ferne vor ihren Bildschirmen. Wir bitten dich, dass dein Heiliger Geist ihre Herzen erleuchte und sie dankbar und voll Freude deine Güte annehmen, damit sie Zeugnis ablegen von dir, dem lebendigen Gott. Wir rufen zu dir:
Gem.: Herr, erbarme dich!
Wir bitten dich für die Selbstgerechten, die ihr Leben selbst in der Hand behalten wollen, die ohne Rücksicht auf andere leben und handeln, die dich nur benutzen, um ihre eigenes Ansehen zu verbessern: Schenke ihnen die Erfahrung, dass du der Allmächtige bist, dem allein Ruhm und Ehre gebührt. Wir rufen zu dir:
Gem.: Herr, erbarme dich!
Lass uns Zeugen sein deiner Herrlichkeit. Erleuchte unsere Herzen, damit wir mit Freude die Botschaft von deiner Liebe weitersagen.
Das bitten wir dich, den Herrscher über alle Welt.

Amen.

Mit seinen Worten beten wir zu dir:

Vaterunser

Schlusslied, Such, wer da will, ein ander Ziel, EG 346,1.4

 

Sendung und Segen

Geht in diesen Tag und in die neue Woche mit dem Segen des Herrn:

Der Herr segne euch und behüte euch.
Der Herr lasse sein Angesicht leuchten über euch und sei euch gnädig.
Der Herr erhebe sein Angesicht auf euch
und gebe euch + Frieden.

Amen.

Musik zum Ausgang

 

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