Die Kirche St. Stephan in Mörlbach

Die Gemeinde Berg mit ihren 14 historischen Ortschaften liegt wie ein farbiger Blumenstrauß am Ostufer des Starnberger Sees und innerhalb dieser farbenfrohen Palette befinden sich 9 historische Kirchenstan-dorte. 7 von diesen Gotteshäusern bestanden schon vor 1315.
Zu ihnen gehört die Kirche in Mörlbach. Der Reichtum und die Qualität ihrer gotischen Ausstattung machen das kleine Gotteshaus zu einem der bemerkenswertesten spätmittelalterlichen Denkmäler im altbaye-rischen Raum. Es ist ein Kleinod von ganz besonderem Reiz.
Der älteste Hinweis auf das Gotteshaus in Mörlbach findet sich in den Traditionen des Klosters Schäftlarn. Als Eberhard von Mörlbach kurz vor seinem Tod, 1222, sein Gut in Mörlbach an das Kloster Schäftlarn über-gibt, befindet sich unter den Mörlbacher Zeugen auch der Priester Bernhard, d.h. es gab dort bereits eine Kirche. 1315 und 1524 wird die Mörlbacher Kirche in den Matrikeln des Bistums Freising erwähnt unter dem Patronat von St. Stephan.
Die Kirche, ein einschiffiger Bau vom Ende des 14. Jahrhunderts, mit einem gewölbten, dreiseitig geschlossenen Chor, liegt in schöner Um-gebung östlich eines kleinen Weihers. Die ursprüngliche gotische Flachdecke wurde im 17. Jahrhundert durch ein barockes Tonnenge-wölbe ersetzt. Der schlanke Spitzhelmturm hat im 19. Jahrhundert den Zwiebelturm abgelöst.
Caspar von Tor, der Besitzer der Hofmarken Eurasburg und Mörlbach, hat 1510 dem Gotteshaus die wunderbare spätgotische Ausstattung gestiftet, die noch heute in ihrer ursprünglichen Form erhalten ist. Auf den beiden farbigen Glasfenstern sieht man St. Andreas, St. Stephan und den Stifter. Das bedeutendste Kunstwerk der Kirche ist der spät-gotische Hochaltar von 1510. Er besitzt einen Figurenschrein mit zwei Drehflügeln. Im Zentrum des Schreins mit zierlichem Rankenwerk stehen der hl. Stephan, der hl. Jacobus d.Ä. und der hl. Sebastian. Die Seitenflügel zeigen in offenem Zustand Flachreliefs der 12 Apostel. Be-sonders schön ist auch der

 1480 entstandene Verkündigungsaltar mit den geschnitzten Figuren Mariens und des Erzengels Gabriel und mit den beidseits bemalten Altarflügeln aus dem Marienleben und dem Leben Jesu. Diese Bildtafeln gehören zum besten der oberbayerischen

 

 Tafelmalerei. Im Hintergrund hat der Maler nicht mehr das traditionelle Gold verwendet, sondern reizvolle Landschaften, z.B. das Loisachtal bei Eurasburg, und Darstellungen der Pflanzenwelt. Symbolisch bezie-hen sich Erdbeere, Akelei, Kornblume und Wegwarte auf Maria.
Das Chorgestühl mit flachgeschnitzten Friesen mit Pflanzen¬orna¬menten und die beiden Leuchterstangen stammen von 1510, und die Stichkappen und Gewölbe sind mit zarten pflanzlichen Dekorationen der Spätgotik geschmückt. 1954/55 wurden bei Renovierungsarbeiten Wandmalereien aus dem 16. Jahrhundert freigelegt: ein fragmentari-sches Christopherusfresko.
Mit seinen bedeutenden Ausstattungsstücken, deren Entstehungszeit nur wenige Jahrzehnte auseinanderliegt, gehört das Gotteshaus Mörl¬bach zu den wenigen, in denen noch eine fast vollständige Original-ausstattung der Spätgotik erhalten ist, und es wurde deshalb als „schutz¬würdiges Kulturgut“ eingestuft.

Liselotte Klein

(Quelle: H.R.Klein: Berg, Bd.4)


 

 

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